Jugend und Sprachen

Erfahrungsberichte

Luzias Tessin Aufenthalt 2016/17

Im Herbst 2015 entschied ich mich für einen Au-Pair-Aufenthalt im Tessin. Ich war für eine Familie in Lugano vorgesehen, doch die Gastmutter wurde krank und die Suche wiederholte sich. Frau Serrago, die Beraterin von Jugend + Sprachen Olten, hat sich sehr bemüht, eine neue Familie zu finden. Anfangs September durfte ich endlich bei einer Familie schnuppern gehen. Nach den Schnuppertagen haben wir uns Zeit genommen und gelassen, uns gut zu überlegen, ob wir diese Erfahrung angehen wollen. Bei einigen Fragen ist mir Frau Serrago zur Seite gestanden und hat mich gut unterstützt. Schliesslich entschlossen wir uns – die Gastfamilie und ich – es zu versuchen.

Am Au-Pair-Treffen in Lugano konnte ich die Italienischlehrerin Frau Schindler persönlich kennen lernen. Ich entschied mich, bei ihr in den Unterricht zu gehen, da mich ihr Schulprogramm überzeugte. Hier lerne ich das eine oder andere Neue dazu und kann meine bisherigen Kenntnisse vertiefen. Zudem treffe ich mich in der Schule mit 3 anderen Au-Pairs und kann mich mit ihnen austauschen. In der Schule bereiten wir uns unter anderem mit vielen Übungen auf das CILS-Examen vor, das wir im Juni ablegen werden.

Bei der Gastfamilie lebte ich mich rasch ein; die Eltern sowie die Geschwister der Gastmutter nahmen mich schnell in die Familie auf, was mir sehr geholfen hat. Ich bin vor allem für die Kinder zuständig. Bald kam ein gewisser Rhythmus auf. Am Dienstagmorgen fahre ich jeweils nach Lugano in die Schule und nachmittags hüte ich die beiden grösseren Kinder.

Meistens fahre ich am Wochenende nach Hause, doch jetzt im Frühling werde ich auch mal im Tessin bleiben. Ich bin sehr viel mit dem Jüngsten der drei Kinder zusammen, was sehr bereichernd ist. Sind die grösseren Geschwister am Nachmittag zu Hause, wird es manchmal etwas nahrhaft, weil der Jüngste mich nicht mit den anderen beiden spielen lassen will. Er ist sich gewöhnt, dass ich immer mit ihm zusammen bin.

Manchmal ist es mühsam, denn der Mittlere ist sehr eifersüchtig auf den jüngeren Bruder. Eine Balance zu finden, ist dann nicht ganz einfach. Daher ist es wichtig zu wissen, was man will. Man braucht ein dickes Fell, damit man nicht alles immer sogleich zu persönlich nimmt. Wichtig ist auch, dass man mit der Gastmutter Regeln bespricht und dann diese auch konsequent einhält, denn das gibt den Kindern eine gewisse Sicherheit.

Ich wohne in einem typischen, kleinen, schönen jedoch abgelegenen Tessiner Dorf. Wenn es schönes Wetter ist, gehe ich in der Natur spazieren, zum Beispiel, wenn ich von der Schule nach Hause komme, nehme nicht den direkten Bus, sondern denjenigen, der ins Nachbarsdorf fährt und quere dann das Tal, um nach Hause zu gelangen. Bei diesem Spaziergang kann ich die Gedanken baumeln lassen und mich voll und ganz in die Landschaft hineingeben. So tanke ich wieder neue Energie und bin gleichzeitig an der frischen Luft.

Im Grossen und Ganzen läuft es sehr gut und ich bin froh, eine so gute Gastfamilie gefunden zu haben.

Luzia

 

 

 

Regulas Aufenthalt in Chalon Südfrankreich

Jetzt bin ich bereits seit gut drei Monaten hier in Razé (Chalon, Südfrankreich) bei meiner Gastfamilie und habe mich gut eingelebt. Die Chemie stimmt total und ich bin mir sicher, dass es keine bessere Familie für mich gäbe. Mit den Eltern verstehe ich mich super. Sie unterstützen mich total und ich bin völlig in die Familie aufgenommen. Die Kinder sind auch toll, doch es ist nicht immer einfach mit ihnen. Es gibt Tage, da weiss ich manchmal fast nicht, was ich machen soll, weil sie sooo mühsam sind … Doch es gibt immer wieder so tiefgreifende, unvergessliche Momente mit ihnen, die mich einfach überglücklich machen. Ich habe alle drei tief ins Herz geschlossen. Mit dem Französisch läuft es auch sehr gut. Ich habe zwei gute Kolleginnen, die die gleiche Sprachschule besuchen. Sie sind beide aus Russland, somit spreche ich auch mit ihnen Französisch. An Weihnachten werde ich nach Hause gehen und ich freue mich schon riesig darauf. Meine Familie fehlt mir sehr. Besonders am Anfang war es nicht so einfach für mich, von ihnen getrennt zu sein. Ich habe aber das Gefühl, dass mich das reifer gemacht hat, dass ich selbständiger geworden bin und ich bin mir sicher, dass dieser Sprachaufenthalt eine tolle Erfahrung ist.

Danke für Ihre Unterstützung, danke, dass Sie diese grandiose Familie für mich gefunden haben!!!!

Jetzt bin ich wieder bei meiner Familie in der Schweiz, was mich sehr glücklich macht.

Meine Gastfamilie kann ich allen jungen Frauen bestens weiter empfehlen! Sie sind wirklich sehr nett, man kann mit ihnen über alles reden, sie sind verständnisvoll, witzig, offen und sie nehmen das Au-pair auch Voll und Ganz in ihre Familie auf.

Ich bedanke mich nochmals herzlich bei Ihnen, dass Sie mir geholfen haben, diesen Sprachaufenthalt zu verwirklichen. Dieses Jahr ist sehr schnell vorbeigegangen. Ich habe unvergleichbare Erfahrungen gemacht, habe tolle und auch schwierige Zeiten durchlebt und gemeistert und bin dadurch bestimmt reifer geworden.

Der Abschied von der Familie, und besonders von den Kindern, ist mir sehr schwer gefallen. Meine Gastfamilie hat mich mit einer riesigen Abschiedsparty überrascht. Meine Eltern waren da, die Bekannten aus dem Dorf und ein grosser Teil der Verwandtschaft. Wir haben fein gegessen, hatten viel Spass und alle haben mir viel Glück gewünscht und mir gezeigt, wie gerne sie mich haben. Ich habe in Frankreich eine neue grosse Familie gefunden! Wir haben uns nicht „Adieu“ gesagt, aber „Au revoir“. Ich habe allen fest versprochen, wieder zu kommen.

Regula